Trauma-informiert und trauma-freundlich


Was ist trauma-informiertes und trauma-freundliches Arbeiten?

Beide Begriffe gehören hier für mich zusammen und ergänzen sich miteinander. Beginnen wir jedoch mit dem Begriff Trauma.

Meistens entsteht ein Trauma in der frühen Kindheit oder später als Erwachsener durch Ereignisse die so tiefgreifend, intensiv, überfordernd, beängstigend oder schmerzhaft für uns waren, dass wir uns nicht in der Lage sahen sie zu verarbeiten. So gibt es das Schock-Trauma, welches durch eine einmalige Erfahrung entsteht. Dies könnte z.B. ein Unfall, der plötzliche Tod eines geliebten Menschen, eine Operation oder der Verlust des Haustieres sein.
 

Allerdings gibt es auch Entwicklungstrauma das durch Erfahrungen in der Kindheit, welche meistens über einen längeren Zeitraum hinweg entstehen, z.B. Vernachlässigung, Aufwachsen in einer dysfunktionalen Familie etc.
 

Viele Menschen tragen hier eine Mischung aus beidem in ihren eigenen Lebensrucksack und so speichern wir unsere unverdaute Vergangenheit in unserem Körper. Dazu zählen u.a. unangenehme Emotionen, Körperreaktionen und Körperwahrnehmungen. Diese sind irgendwo tief in uns verborgen.
 

Gerade wenn unser Trauma in der frühen Kindheit entstanden ist haben wir oftmals gelernt, unseren Körper oder die Realität nicht zu fühlen um uns zu schützen. Das ist ja auch ein sehr sinnvoller Schutzmechanismus der unser Überleben sichert.
 

Und da die meisten Menschen gelernt haben trotz Trauma ein einigermaßen normales Leben zu führen, haben sie eine Strategie entwickelt welche es ihnen ermöglicht um die Traumaschichten im Inneren herum zu leben. Dies bewirkt, dass ein großer Teil der eigenen Lebenskraft dafür gebraucht wird die traumatische Ladung innerlich in Schach zu halten und so bleibt nur ein kleiner Teil der Lebenskraft für das eigene Leben übrig.

 

Ich heile kein Trauma, jedoch bin ich trauma-informiert und arbeite trauma-freundlich ohne zu re-traumatisieren, sprich, ich habe ein Grundverständnis dafür wie Trauma entsteht und wie der Körper traumatische Erfahrungen im Nervensystem speichert - und wie er sie wieder loslassen kann. Hier orientiere ich mich gerne an Peter A. Levine, einem amerikanischen Psychotraumatologen und Psychologen aber nicht ausschließlich.

 

Dazu schaffe ich in meinen Einzelsitzungen einen geschützten Raum für behutsame Veränderung, gefüllt mit Geborgenheit und Achtsamkeit.

Des Weiteren berücksichtige ich Fähigkeiten wie, hochbegabt, hochsensibel und hochsensitiv.


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Bild: ©Ute Kowalski