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Loslassen 2

Autorin: Ute Kowalski, 26.07.2013

 
Loslassen – Ein wichtiges Ritual in unserem Leben

Wie können wir den Prozess des Loslassens unterstützen?

Der Prozess des Loslassens beginnt in unserem Kopf. Wenn wir nicht loslassen, dann ist das so, als würden wir in einem Boot sitzen, hätten den Anker gesetzt und nun versuchen wir, durch heftiges Paddeln von der Stelle zu kommen. Ein schier aussichtloser Kampf.

Um mit dem aussichtslosen Kämpfen und in der Situation verharren aufhören zu können, hilft Ihnen z.B. die Bereitschaft:

  • zu akzeptieren, dass andere Menschen sich nicht immer so verhalten, wie Sie es sich wünschen.
  • zu akzeptieren, dass diese Welt nicht immer gerecht ist.
  • zu akzeptieren, dass Sie nicht immer alles richtig machen werden.
  • zu akzeptieren, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie Sie es gerne hätten.
  • das Wissen, dass Sie Ihre Gefühle beeinflussen und steuern können.
  • das Bewusstsein, dass Sie es verdient haben, dass es Ihnen gut geht.
  • die Erkenntnis, dass Loslassen weder gutheißen, noch aufgeben bedeutet..
Wie macht man das – Loslassen?

Ihre Gefühle entstehen durch Ihre Gedanken und hierauf haben Sie Einfluss. Machen Sie sich das bewusst. Sie können lernen, Ihre Gefühle zu beeinflussen, in dem Sie sich anders verhalten und anders denken.

Wenn Sie für diesen Schritt bereit sind, bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Beginnen Sie Ihren Prozess mit dem Satz: „Ich bin jetzt bereit loszulassen".

Sollten Ihre Gedanken sie dennoch nicht loslassen und Sie müssen wieder an das denken was Sie loslassen möchten, dann unterbrechen Sie Ihre Gedanken mit dem Wort Stopp. Halten Sie inne und erinnern sich an den obigen Satz: „Ich bin jetzt bereit loszulassen".

Sie werden vermutlich in der ersten Zeit den Eindruck haben, nicht voran zu kommen. Vielleicht kommen Sie sich selbst auch verrückt vor, aber mit zunehmender Übung werden Sie beginnen, dieser Praxis Glauben zu schenken. Folgende Vorschläge können Ihnen hierbei weiterhelfen:

  • Erstellen Sie eine Plus - Minus-Rechnung: Was gewinnen Sie, wenn Sie loslassen? Was verlieren Sie, wenn Sie loslassen? Oder anders herum: Was verlieren Sie, wenn Sie nicht loslassen, was gewinnen Sie, wenn Sie nicht loslassen? Der bewusste Umgang mit diesen Fragen und die dazugehörige Beantwortung, motiviert Sie einerseits loszulassen und zeigt Ihnen andererseits, welche Ängste und Befürchtungen Sie haben, wenn Sie loslassen.
  • Nehmen Sie Ihre Angst loszulassen ganz bewusst wahr. Lassen Sie sie einfach da sein. Überprüfen Sie, ob Ihre Angst realistisch, begründet oder übertrieben ist. Wir sind nämlich sehr gute Selbstsaboteure und erzählen wir uns, dass wir etwas nicht können oder das sich Katastrophen ereignen werden, obwohl dies überhaupt nicht der Fall ist. Nur, indem wir unsere Angst genauer anschauen, stellen wir fest, ob diese begründet ist.
  • Vielleicht kennen Sie Menschen, die eine solche Situation bereits erfolgreich bewältigt haben. Stellen Sie Fragen, wie sie dies geschafft haben und lassen Sie sich Mut machen. Halten Sie Ausschau nach Büchern, die solche Themen gut beschreiben und auch Berichte über Betroffene enthalten. All dies kann hilfreich sein.
  • Meiden Sie Menschen, die ähnlich wie Sie in einer solchen belastenden und krankmachenden Situation verharren und nicht loslassen können.
  • Machen Sie sich keine Selbstvorwürfe. Sie haben so lange an etwas festgehalten, weil dies Ihre Lebensgeschichte ist und aufgrund dieser haben sie solange gebraucht, um zu verstehen und diese Erkenntnis zuzulassen.
  • Holen Sie sich Unterstützung wenn Sie merken, etwas läuft verkehrt in Ihrem Leben, Sie wissen aber nicht wie Sie aus der Situation heraus kommen können.
Bitte beachten Sie:

Es wir zunächst so sein, dass Sie sich beim Loslassen schlecht fühlen, denn Sie verlieren etwas, das Sie bisher geglaubt haben, unbedingt zu benötigen oder tun zu müssen. Es entsteht eine Lücke, ein nicht gefüllter Raum, eine Leere, ein Nichts und ein Ersatz ist noch nicht in Sicht, wobei dies meistens auch sehr angebracht ist. Es gilt diesen Verlust, auch wenn es ein Verlust war, den man positiv begrüßt, zu betrauern.

Alle dazugehörigen Gefühle, wie z.B. Wut, Trauer, Aggressivität, Appetitlosigkeit, innere Unruhe, das Gefühl des Verlassenseins und vieles mehr, können in dieser Phase des Loslassens äußerst präsent sein. Das ist in Ordnung.

Sie werden langfristig viel dazugewinnen, wenn Sie den Prozess des Loslassens durchhalten Dies spiegelt sich dann in dazugewonnener Freiheit, Erleichterung, Energie und Lebensfreude wider.

Am Ende des Prozesses des Loslassens kommen Sie dann vermutlich zu dem Schluss "Das hätte ich schon viel früher machen sollen!" Aber, alles hat seine Zeit und den dazugehörigen Raum. Alles ist gut und alles sucht sich seinen Weg.

Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle viel Kraft und Mut, falls Sie sich gerade auf den Weg machen, etwas in Ihrem Leben loszulassen.

Gerne begleite und unterstütze ich Sie, auf Ihrem Weg des Loslassens. Hier finden Sie meine Angebote mit Seele. Vereinbaren Sie hierzu gerne einen Termin mit mir.

Ich freue mich auf Sie!

Bild: ©Ute Kowalski

 

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