Blogbeiträge Humorvolles

Die Stille (GV)

Autorin: Ute Kowalski, 23.02.2011


Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über die Stille – Orte der Stille - und dort wurde darüber berichtet, dass wir jetzt schon die Wale in den Tiefen der Meere mit unserem Lärm übertönen. Der Grund liegt bei dem immer mehr werdenden Schiffsverkehr und den lauten Schiffsmotoren. Die Wale müssen mittlerweile so sehr ihre Stimme erheben um sich überhaupt noch untereinander verständlich zu machen. Für mich bedeutet dies wieder einmal mehr, dass der Lärm von noch mehr Lärm übertönt werden will und muss. Ein ewiger Kreislauf – könnte man meinen.
 
Warum wird es denn an vielen Stellen immer lauter? Wünschen wir uns Ruhe und Stille und können dann wenn sie eintritt nicht mit ihr umgehen? Sind wir lärmsüchtig? Was passiert denn, wenn es still wird?

Plötzlich ist da nichts – ein Nichts und das ist manchmal beängstigend.
 
Der Lärm scheint uns abzulenken, wegzubringen von uns selbst. Immer mehr, immer lauter, immer unruhiger und man könnte meinen, dass wir Angst haben uns selbst zu begegnen – uns selbst in unserer Stille. Weglaufsüchtig, ablenkungssüchtig, lärmsüchtig um sich nicht selbst zu spüren. Viele glauben dann vielleicht, es fehlt etwas, etwas ist kaputt – ohne diesen Lärm und diese Geräusche.
 
Stille kann furchterregend sein wenn man ihr plötzlich begegnet. Gerade in unserem alltäglichen Leben von Eile, Stress, Hin und Her erschrickt sicher der ein oder andere wenn die gewohnten, wenn auch lauten Geräusche nicht mehr da sind. Alles scheint still zu stehen, kommt zur Ruhe, zu sich selbst. Ein neues Entdecken von sich selbst und der eigenen Unruhe oder eben auch Ruhe. Man begegnet etwas Fremden, man ist sich selbst fremd geworden und mit dieser plötzlichen Begegnung hat man nicht gerechnet. Still, Stille – es fehlt etwas – oder nicht?

Eine gute Möglichkeit zu sich zurück zu kommen, bei sich zu sein, mit sich zu sein, sich selbst wieder neu zu entdecken und ein – zu – kehren, hinabzusinken in seinen inneren, ruhigen Kern. Man begegnet sich hier vielleicht das erste Mal auf diese Art und Weise oder es ist eben schon lange her. Man kommt sich selbst fremd vor, zumindest dieser Teil vom Selbst. Hier können wir uns auf neue/alte Weise unserem fremd gewordenen inneren Teil widmen und uns wieder mit ihm befreunden. Spannend! Interessant!
 
Und wenn es in unserem Inneren stiller und ruhiger wird, so wird es auch in unserem äußeren Umfeld stiller und ruhiger und es wird für uns möglich, neu zu entscheiden was für uns stimmiger ist. Sich der Stille hingeben, einfach mit ihr sein, das kann schon die schönste Entspannung und ein Stück Heilung sein – denn Lärm macht krank und vielleicht müssen wir manchmal erst krank werden um zu heilen, nicht unbedingt, aber manchmal ist es ein Weg, ein Weg zu unserem Selbst – zurück in unsere Mitte. Und dort begegnen wir dann dem, nach dem wir schon so lange suchen, nach dem wir uns schon so lange sehnen.
 
Ein neuer fremder Freund in uns selbst. Ein stiller Freund und wir dürfen beginnen zu lauschen, zuzuhören – uns selbst. Ich habe zu diesem Thema Stille ein wunderschönes Video gefunden, denn wie erklärt und erfährt man Stille?

Viel stille Freude beim erfahren von Stille...
 
Bild:‚©beppo1 / PIXELIO.de'


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siehe auch: Links - Kinder - Bücher
 

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